SPORT & SPIEL

GRÜNE & SPORT?
Grüne Politik & Sportbegeisterung schliessen sich nicht aus.
Ich bin seit Kleinauf begeisterter YB-Fan. Und ich sitze bei jedem Heimmatch im Wankdorf (Stade de Suisse, für Nicht-Berner). "Hopp YB!". Zudem bin ich Mitglied des BSC YB. Meine Freundin ist Fandelegierte des SCB.

In der Vergangenheit konnte man den Eindruck gewinnen, dass grüne PolitikerInnen versuchten, grosse Sportveranstaltungen oder Sportanlagen zu verhindern (vgl. Stadion Zürich, Olympiade, EURO 08, ...)

Es geht dabei nicht um den Sport. Es geht vielmehr um dessen Begleiterscheinungen. Um den Verkehr, den v.a. die ZuschauerInnen produzieren. AnwohnerInnen beklagen die Blechlawine, die Verkehrsschwemme...

Dass neue Stadien und grosse Anlässe Verkehr generieren ist leider nicht ganz zu verhindern - aber auch kein Grund, sie ganz abzublasen. Vielmehr muss doch ein Kompromiss gefunden werden, bei dem sie SportlerInnen, das Publikum, die AnwohnerInnen und die Umwelt auf ihre Kosten kommen.

WANKDORF & BERN ARENA
Bern braucht neue Stadien - Bern ist eine Sportstadt mit Tradition. Dass dabei darauf geachtet wird, dass die Menschen mit dem öV an die Stätte des Sports gebracht wird, ist klar. Und dass man nicht ganz jede Autofahrt verhindern kann, ebenso. Also gibt es nur einen Leitfaden, der weiterhilft: die Vernunft!

Das neue Wankdorfstadion ist ein Schmuckstück geworden (hoffentlich spielt YB irgendwann auch so schmuck ;-) und dass für das grösste und treuste Hockey-Publikum Europas in der Bern Arena nun gebaut wird, ist zu begrüssen. Schliesslich ist Bern die Hockey-Hauptstadt N°. 1 in Europa.

ANDERER SPORT
Bern ist Sportstadt. Grossveranstaltungen auf dem Bundesplatz (Volley) und Downhill-Strecken am Gurten runden das Bild einer Stadt ab, wo Sport wichtig ist und hoffentlich bleibt. Bern muss versuchen, auch in Zukunft Austragungsort von sportlichen (internationalen) Grossanlässen zu sein. Das kann einige Opfer erfordern - und gleichzeitig ist klar, dass man nicht um jeden Preis Austragungsort wird. Das Stichwort heisst: Oekologische Spiele.

GEWALT IM SPORT UND FANARBEIT 
Idioten gibt es leider überall - in den Fanecken der Sportvereine sind sie besonders gefährlich. Zum Beispiel dann, wenn sie eintausend Grad heisse Bengalfackeln in Familiensektoren im Stadion werfen, sich idiotische Exzesse mit der Polizei liefern und mit all dem dem Klub schaden, den sie ja "so lieben"!?!
Nach dem langen Nichtstun der Sportverbände und zum Teil Aktionsverweigerung der Klubs, die glauben auf solche "Fans" angewiesen zu sein werden jetzt endlich Zeichen gesetzt: Fanarbet ist im Vormarsch. Der SCB hat es vorgemacht, YB hat nachgezogen. Damit gibt es endlich ein Verbindungsorgan zwischen Klub, Sicherheitsorganen und Fans. Die Stadt unterstützt, auch auf Zutun der GFL hin, diese Fanarbeit in der Stadt. Leider könne auch die die Feuerteufel nicht stoppen - Der FCB-Match im Oktober hat's gezeigt. Neue Ansätze sind also gefragt:
1) Pyrozonen in Stadien: Wenn man der gefährlichen Bengalen schon nicht Herr werden kann, dann muss das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Ich schlage Pyrozonen in Stadien vor, in denen unter der Anleitung von Pyrotechnikern und Feuerwehr vor dem Spiel (und in der Pause) die Böller und Fackeln abgelassen werden dürfen. Dazu muss das Sprengstoffgesetz geändert werden. 
2) Registrierung beim Kauf von Pyro: Leider sind die Fackeln und andere Pyroartikel in der Schweiz (z.B. in Segelshops) frei erhältlich. Das muss ich ändern. Käufer/innen von Pyroartikeln sollen registriert werden - und müssen - beim Neukauf oder nach einer gewissen Zeit - Zeugnis über die Verwendung (z.B. Sturmwarnung auf dem Thunersee, ...) der Artikel ablegen. Wer dies nicht tun kann, wird vom künftigen Erwerb ausgeschlossen. Auch ausgeschlossen werden Leute, die diese Artikel entweder in Stadien ausserhalb der Pyrozonen abbrennen, sonst wie im Fokus der Sadionsicherheit sind oder durch Gewaltexzesse auffallen.           

UND JETZT:
Hopp YB! Hopp SCB! HOPP BSV!

LINKS
www.bscyb.ch
www.scb.ch
www.bsvbern.ch
www.fanarbeit-bern.ch
www.fanarbeit.ch